Was wir tun

Unsere Studien verfolgen das Ziel, die Entwicklung von Kindern im Kontext ihrer Familien sowie ihrer Erfahrungen in Kita und Schule zu untersuchen. Wir möchten die Erfahrungen von Kindern verstehen, die ihre sozial-emotionale und kognitive Entwicklung beeinflussen. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf der positiven Entwicklung von Kindern aus zugewanderten und geflüchteten Familien: Welche Ressourcen stehen ihnen zur Verfügung, welche Entwicklungspfade nutzen sie in mehrsprachlichen und kulturell diversen Umwelten im Kontext von Familie, Freunden, Kita, Schule und den Nachbarschaften? 
Auf Basis empirischer Grundlagen möchten wir mit unserer Forschung zum wissenschaftlichen Fortschritt beitragen und gleichzeitig Handlungsempfehlungen für Praxis und Politik geben.

Birgit Leyendecker und das Team der Arbeitsgruppe Child and Family Research

Neue Publikation: Wie Einstellungen die Wahrnehmung neu zugewanderter Kinder beeinflussen

147 Erzieherinnen und Erzieher berichteten über ihre negativen Stereotype, multikulturelle Überzeugungen, Selbstwirksamkeit und ihren Enthusiasmus im Umgang mit neu zugewanderten Kindern, sowie die Verhaltensauffälligkeiten von einem neu zugewanderten Kind in ihrer Kita Gruppe. Erzieherinnen und Erzieher mit mehr negativen Stereotypen und weniger multikulturellen Überzeugungen berichteten geringere Selbstwirksamkeit und geringeren Enthusiasmus. Außerdem hingen negative Stereotype und Selbstwirksamkeit mit der Wahrnehmung von Hyperaktivität/Unaufmerksamkeit, der Gesamtproblemzahl und prosozialem Verhalten zusammen.

Chwastek, S., Leyendecker, B., Heithausen, A., Ballero Reque, C., & Busch, J. (2021). Pre-school Teachers’ Stereotypes and Self-Efficacy are Linked to Perceptions of Behavior Problems in Newly Arrived Refugee Children. Frontiers in Psychiatry, 11. https://doi.org/10.3389/fpsyt.2020.574412